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Zeit ohne Zeit


Es sind zeitlose Tage, durch die ich gerade mehr schwebe denn gehe.

Gleich drei herbe Verluste sind zu betrauern – und wie Trauer so ist, bringt sie Schwere und Langsamkeit. Ich habe wenig Lust zu sprechen. Lasse mich lieber wortlos wiegen von den sanften, salzigen Wellen. Und doch beobachte ich staunend wie ein Kind, dass sich mir der altbekannte Prozess gerade ganz neu zeigt.

Noch nie war es so leicht, einfach traurig zu sein und alle Gefühle zuzulassen.
Noch nie formten sich so mühelos äußere Bewegungen aus den inneren.
Noch nie geschah Heilung so tief und zugleich so selbstverständlich.

Die Geschichten verlieren an Bedeutung. Stattdessen zeigt sich mir mein Leben in diesen Tagen in einer still leuchtenden Tiefe, wie das lautlose Glitzern einer Wasserfontäne in der Sonne.

„There’s some kind of heaven just around the corner“, singt Ryan O’Neal und ich kann es in meinem ganzen Körper fühlen:
Die Welten verbinden sich.
Der Himmel ist nur ein Ja weit entfernt.

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